Windows 10 – Microsoft legt die Liste der gesammelten Daten offen

8. April 2017 von

Seit der Veröffentlichung des Betriebssystem Windows 10 werden die Verfechter der Privatsphäre nicht müde zu wiederholen, dass Microsoft die Datenschutzrichtlinien verbessern sollte. Bisher ignorierte Microsoft diese Rufe, bisher … Denn das kommende Update für Windows 10 , Creators Update, hat den Stein um die Privatsphäre wieder ins Rollen gebracht.
Das Ergebnis: Schließlich entschied sich das Unternehmen zu erklären, wie, wo und wann welche Daten durch Windows 10 gesammelt und wie diese Informationen verwendet werden.

Benutzer, die die Aktualisierung „Creators Update“ durchführen, die es ab dem 11. April gibt, können bei der Installation die Einstellungen der Privatsphäre einsehen, und so die aktuellen Optionen des Geräts und die wichtigsten Bereiche festmachen.

Auch bei früheren Updates für das Betriebssystem Windows 10 konnten User die Datenschutzeinstellungen anpassen, aber jetzt hat sich Microsoft entschieden, die Nutzer selbst darüber zu informieren wie Sie die entsprechenden Einstellungen ändern können, von denen Sie vielleicht noch nichts wussten.

Screenshot: https://blogs.windows.com

Das Software-Unternehmen hat auch die Vertraulichkeitsvereinbarung aktualisiert, die klar definiert, welche Daten das System sammelt und unter welchen Umständen. Wenn der Benutzer eine Berechtigungsstufe für den Austausch von Diagnosedaten unter dem Namen «Basic» auswählt, wird das System eine begrenzte Anzahl von Informationen sammeln, die wichtig für das Verständnis der Geräte und deren Konfiguration sind: das betrifft grundlegende Informationen über das Gerät und seine Übereinstimmung mit den Anforderungen der Kompatibilität mit den Apps und dem Windows Store. Auch Informationen über die Sicherheit werden so zusammengetragen. Diese Grundeinstellungen können bei Problemen, die auf einem bestimmten Hardware- oder Software-Gerät auftreten, helfen.

Screenshot: https://blogs.windows.com

Zum Beispiel hilft diese Einstellung Probleme zu identifizieren, die Geräte mit einer bestimmten Speicherkapazität betreffen oder im Zusammenhang mit einer bestimmten Version des Treibers stehen. So kann Microsoft Probleme mit dem Betriebssystem und den Anwendungen früh entdecken und beheben.

Zusätzlich liefert Microsoft einen Abschnitt, bestehend aus 30 tausend Wörtern, die den User über alle Erweiterungen, Einstellungen und Informationen, die in diesem Modus gesammelt werden können, in Kenntnis setzt. Diese lange Liste deutet darauf hin, dass die Datenerhebung durch Microsoft ziemlich gründlich vonstatten geht. In der veröffentlichten Liste sind verschiedene Arten von Informationen enthalten: Informationen über den Namen, die Version und das Betriebssystem, die Benutzer-ID, Informationen zum Browser und zu Passwörtern. Jetzt kann ein Teil davon deaktiviert werden.

Die Informationen, die das Unternehmen im Rahmen von Konfigurationsbasislinien sammelt, beschränken sich auf die allgemeinen Daten über den Zustand des Systems. Das Unternehmen nutzt bereits seit Langem diese Werkzeuge, die gemeinsame Probleme identifizieren sollen und Fehler im System lokalisieren und beheben lassen: Damit konnte Microsoft z.B. feststellen, dass 22% der Fehler in Betriebssystem „Windows Vista“ in der Tat durch Fehler der Nvidia-Treiber verursacht werden.

Nutzer von Windows 10 Mobile können nach dem Update ebenso  die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen anpassen. Der einzige Unterschied ist das des Betriebssystems des Handy bzw. die Option «Personifizierte Konfiguration von Diagnosedaten». Diese ist automatisch für alle Kunden deaktiviert und wird nicht als Option auf dem Bildschirm der Privatsphäre-Einstellungen angezeigt (aufgrund der Begrenzung der mobilen Plattform).

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Das Unternehmen hat noch keine vollständige Liste der Informationen veröffentlicht, die gesammelt werden, wenn der Modus für den Austausch von Diagnosedaten «Full» ausgewählt wird.  Allerdings wurde genau untersucht, welche Informationen bei verschiedenen Szenarien und unter welchen Umständen gesammelt und an Microsoft geschickt werden. Der Großteil der in diesem Modus gesammelten Daten werden wohl die allgemeinen Informationen über den Zustand des Systems sein, aber es gibt Situationen, in denen personenbezogene Daten in die Hände des Unternehmens gelangen könnten.

Die Offenlegung dieser Art von Informationen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung der Fragen der Privatsphäre, die Windows-Nutzer seit mindestens zwei Jahre beschäftigen: Fragen zum Datenschutz in Windows 10 kamen lange vor dem eigentlichen Start des Betriebssystems auf. Auch hier wurden die Microsoft-Datenschutzbestimmungen aktualisiert.

In zukünftigen Updates plant Microsoft eine entsprechende Politik zu entwickeln, Rückmeldungen von Benutzern über die Erhebung von Daten und den Datenschutz zu erhalten. Mit der Zeit bekommt der Benutzer einen Zugriff auf noch mehr Informationen und kann Daten mit Hilfe der «Systemsteuerung Datenschutzerklärung von Microsoft» anzeigen und entfernen, die das Unternehmen erhebt.

Screenshot: https://blogs.windows.com

Mit dem Creators Update werden in diesem Fenster auch Sprachdaten angezeigt und Benutzer können die Daten, die der Sprachassistent Cortana verarbeitet und an Microsoft sendet, einsehen.

Diejenigen Benutzer, die sich für Windows 10 entscheiden, können während der Installation die gewünschten Optionen einstellen und den Zugriff des Systems auf die Geräteposition und Spracherkennung festlegen.

Komplett deaktivieren lässt sich das Senden von Daten an Microsoft noch nicht. Das offizielle Update „Creators Update“ für Windows 10 kommt am 11 April.

Quelle: https://blogs.windows.com/windowsexperience/2017/04/05/windows-10-privacy-journey-continues-more-transparency-and-controls-for-you/#QdhrWZv7Idh73c1b.97

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